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Das Parabelflug-Experiment

So ein Parabelflug-Experiment will gut vorbereitet sein. Nachdem also der Workshop die ersten technischen Fragen geklärt hatte, konnte es an die Neukonstruktion des Testrigs gehen.

Hier muß ich zunächst einmal unserem technischen Kontakt von Novespace, Frédéric Gai, meinen Dank für seine Hilfestellung und gute Beratung aussprechen. Vor allem, da es zu diesem Zeitpunkt noch gar nicht komplett sicher war, ob wir überhaupt mitfliegen dürfen, da wir erst in sozusagen letzter Minute als kommerzielle Teilnehmer mit auf die ESA-Kampagne geschlüpft sind. An dieser Stelle möchte ich Vladimir Pletser von der ESA danken für seinen Einsatz, die uns den Weg für diesen Mitflug freigemacht hat.

Letztendlich wurde unser Mitflug aber bestätigt und der Vertrag mit Novespace unterzeichnet, inzwischen waren auch die vier Flugteilnehmer gefunden. Dies war sehr wichtig, denn ohne die Kostenbeteiligung dieser Teilnehmer wäre der Mitflug des MIRIAM-2 Versuchs auch nicht möglich gewesen.


Experiment Kurzbeschreibung

Zunächst einmal aber, damit ihr wißt, um was es überhaupt geht, hier eine Kurzbeschreibung des Experiments. Wie schon hier beschrieben, geht es darum, daß ein Ballon im Weltraum, d.h. in Schwerelosigkeit, entfaltet werden soll. Denn dieser Ballon muß logischerweise für den Start gut geschützt in einem Behälter verstaut werden, damit er nicht da schon kaputtgeht.

Wie kommt aber nun der Ballon aus seinem Behälter?

Hierzu hat sich das Team von MIRIAM-2 einen Mechanismus ausgedacht, der aus einer Feder hinter der Rückseite des Ballonbehälters und einem Stahlseil, das durch zwei Airbag-Seilcutter führt und einen Haltemechanismus zusammenhält, besteht. Diese Konstruktion hält den Ballon im Behälter, bis die Seilcutter ausgelöst werden. Dadurch öffnet die Haltevorrichtung und der Weg für die Entfaltung des Ballons ist frei. Im Falle des Parabelflugs werden die Seilcutter durch eine batteriebetriebene Schaltbox manuell ausgelöst.

Vorbereitungen

Nachdem die beiden Monate nach dem Workshop im Zeichen des Papierkrams standen (Konstruktionszeichnungen anfertigen, Testdokument schreiben, Medicals und Formularkram), konnte im September 2015 endlich mit dem Bau des Testrigs und der Schaltbox für den Auslösemechanismus begonnen werden. Ein Dank an dieser Stelle an Kevin Blaschke, der uns die Zeichnungen angefertigt und somit dafür gesorgt hat, daß alles ordnungsgemäß gebaut werden konnte.

Schaltbox für die Cutter-Auslösung

Aufbau eines Funktionstests der Schaltbox mit Cuttern

Ein Dank gebührt ebenfalls der Firma Etforge, die tatkräftig beim Bau und Test der Cutter-Schaltung unterstützt hat.

Rechtzeitig zum Besuch von Novespace in der Person von Frédéric Gai am 28.09.2015 war aber alles fertig, auch Dank der Arbeit der UniBW Werkstatt. Das Testrig konnte in Augenschein genommen und der Auslösemechanismus für den Ballon vorgeführt werden (allerdings verständlicherweise noch ohne Ballon, denn dieser Test darf ja nur in Schwerelosigkeit erfolgen).


Frédéric inspiziert das (fast fertige) Testrig


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Vorführung des Ballonmaterials

Mit entfernter Transportsicherung, Schaltbox und Kabeln

Hier ist ein Video des Ausbringtests (mit Dummy anstatt des Ballons) zu sehen.
Am Ende des Besuchs hieß es dann "Bis demnächst in Bordeaux!" Kleinere Anmerkungen und Verbesserungen gibt es zwar immer, aber diese werden in den verbleibenden Wochen bis zum Flug noch eingearbeitet.

Am 10.10.2015 ist der Einbau des Ballons erfolgt, bald darauf wurde das Testrig fertiggestellt.

Der Ballon vor dem Einbau

v.l. Tanja Lehmann, Klaus Bayler, Christian und Sabine Lagemann mit eingebautem Ballon

Das Testrig ist fertig zum Transport nach Bordeaux