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Bald darauf traf auch unsere Maschine ein, eine zweimotorige Propellermaschine vom Typ LET 410, schon ausgeräumt, da sie normalerweise für Frachtflüge verwendet wird. Es gab für uns also nicht mehr so viel vorzubereiten. Die Reinigung der Maschine und das Herrichten für den Parabelflug wurden weitestgehend vom Personal der Seagleair übernommen (man will schließlich nicht den Staub in der Kabine herumschweben haben).
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![]() Unser Flieger
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Inzwischen war es für uns Zeit, das Briefing mit den Fluggästen zu halten und sie auf ihr kommendes Erlebnis vorzubereiten und auch alle noch ausstehenden Formalitäten zu erledigen. Das war für mich schon ein seltsames Gefühl, nun selbst vor den Leuten zu stehen, nachdem ich vor drei Wochen beim ESA-Flug unter den Zuhörern saß.
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Dann hieß es wieder warten, bis das Wetter sich besserte. Noch war nicht sicher, ob wir tatsächlich noch fliegen würden oder die Flüge auf Sonntag verschieben müßten. Wir bestellten uns also mal ein Mittagessen, und wie es so kommen mußte, gerade dann kam das o.k. für die Flüge, der erste würde in einer halben Stunde starten.
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![]() Der Flieger wird für den Flug vorbereitet
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Das Essen kam aber noch rechtzeitig, so daß ich dann noch Paul helfen konnte, die Maschine vorzubereiten, Haltebänder und Kameras anzubringen etc. und mit den Piloten die Ankündigungen für die Parabeln abzusprechen.
Mission 1
Nun war es also so weit, wir konnten starten. Die Passagiere und auch wir hatten uns für den Flug bereits bequeme Kleidung angezogen, die Schuhe wurden von Ruth, Pauls Lebensgefährtin, die unsere "Bodencrew" war, eingesammelt - aus Sicherheitsgründen, damit sich keiner verletzt, trugen wir auf dem Flug keine Schuhe. Der Rumpf der Maschine ist, wie gesagt, ausgeräumt, um Platz zu haben zum Schweben, nur ein Sitz wurde am Platz belassen. Der Rest der Mannschaft nahm zum Starten mit dem Rücken zur Flugrichtung am Boden Platz, wie es auch bei den Fallschirmspringern üblich ist. |
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Schon nach kurzer Zeit waren wir über den Wolken, im Fluggebiet, für das die Piloten die Freigabe bekommen hatten. Nun konnte also der Spaß beginnen. Unsere Aufgabe dabei war, aufzupassen, daß sich die Passagiere nicht verletzen und für die dazusein, denen es unwohl wurde (natürlich waren auch genug Tüten für diesen Fall an Bord). Aufgrund einiger Turbulenzen durch die Luftunruhe waren leider einige der Parabeln nicht ganz so sauber, so daß wir zu Beginn schon einiges zu tun hatten, damit die Passagiere nicht in alle möglichen Ecken flogen. Natürlich spielte auch deren Unvertrautheit mit der Schwerelosigkeit eine Rolle. Für die schlechten Parabeln am Anfang flogen die Piloten zwei mehr für uns.
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![]() Erste Eindrücke
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![]() © STAR OBSERVER
Schwebend
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Auch wir als Instruktoren hatten aber unseren Spaß dabei. Gegen Ende des Fluges ging es einem der Passagiere dann nicht mehr so gut, und ich schnallte ihn in den Sitz, allerdings hat ihm der Flug laut seiner Aussage trotzdem einen riesigen Spaß gemacht.
Mission 2
Der zweite Flug verlief dann ähnlich, nur aufgrund nun besseren Wetters etwas ruhiger, hier gab es zu Beginn etwas mehr zu tun, da uns auf diesem Flug die Journalistin begleitete, die natürlich Bilder schießen wollte. Wiederum einer der Passagiere hatte mit Übelkeit zu kämpfen, die anderen kamen sehr gut mit der Schwerelosigkeit zurecht, so daß ich auch einige der Tricks zeigen konnte, die ich schon vom ESA-Flug her gelernt hatte. Wieder flogen die Piloten für uns zwei zusätzliche Parabeln als Zugabe. Auch sie hatten ihren Spaß damit, für uns Parabeln zu fliegen, das konnten wir sehen, als sie sich einmal zu uns umdrehten, haben sie übers ganze Gesicht gegrinst. |
![]() © STAR OBSERVER
Ich als Instruktorin
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![]() © STAR OBSERVER
Jeder hat Spaß beim Herumfliegen
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Insgesamt war es ein Riesenspaß für alle von uns, trotz gelegentlicher Unpäßlichkeit bei einem Teil der Passagiere, und alle waren sich einig, daß sie diese Erfahrung gerne wiederholen würden.
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Alle genießen es, frei schweben zu können.
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In der November-Ausgabe 2002 des deutschen Astronomie- und Raumfahrtmagazins "Star Observer" (PDF, 778 KB) und in der "SkyRevue" 5/2002 (PDF, 116 KB) erschienen auch Artikel über diesen Flug.
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